Joggen oder Powerwalking

Joggen oder Powerwalking? Was von beiden ist effektiver? Warum finden so viele den Einstieg ins Jogging so schwer? Und für wen macht Powerwalking mehr Sinn?

Was ist besser für mein Herz-Kreislauf-System?

Egal, ob Sie joggen oder walken – für das Herz-Kreislauf-System ist beides gut. Entscheidend für den Gesundheitseffekt ist nämlich nicht die Sportart, sondern der Kalorienverbrauch. Trotzdem schneiden Jogger im Vergleich zu Walkern in Sachen Gesundheit normalerweise besser ab. Warum? Die Forscher vermuten, dass der Zeitfaktor ausschlaggebend ist: Da Jogger in der Regel schneller unterwegs sind, verbrauchen sie in kürzerer Zeit mehr Kalorien. Je nach Tempo können Sie schon in einer halben Stunde das Pensum schaffen, für das Walker eine Stunde benötigen.

Generell gilt aber Folgendes: Einsteiger kommen beim Jogging schnell über das Belastungsoptimum hinaus. Sie sollten lieber erst mal walken, bis Sie 45 Minuten problemlos durchhalten. Sportlerinnen sind dagegen mit Walking eventuell sogar unterfordert. Denn der Puls steigt bei dieser Gangart gar nicht mehr hoch genug, um das Herz-Kreislauf-System anzustrengen. Sie sollten also auf jeden Fall joggen.

Womit nehme ich am besten ab?

Sport verbrennt Kalorien – je mehr wir uns bewegen, desto mehr verbrauchen wir. Es ist also nicht in erster Linie die Art der Fortbewegung auf der Waage ausschlaggebend. Entscheidend ist die individuelle Balance zwischen Tempo und Trainingsdauer. Und die ist bei Fitten und Anfängern unterschiedlich.

Ich möchte meine Gelenke schonen

Eines vorab: Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung, auch für die Gelenke. Denn ohne regelmäßige Belastung verkümmert die Muskulatur, die Gelenke müssen mehr Bewegungsarbeit übernehmen und abfedern, verschleißen dabei viel stärker. Training dagegen baut die Muskulatur auf – ein perfekter Schutz. Sicher ist aber auch: Je nach Geschwindigkeit beträgt die Belastung der Gelenke beim Walking das Ein- bis Dreifache des Körpergewichtes, beim Joggen das Drei- bis Fünffache. Um die Gelenke zu schonen, gilt es also auf jeden Fall, die Laufart nach dem eigenen Fitness-Niveau zu wählen. Einsteigerinnen und Übergewichtige sollten vorsichtig mit Walking beginnen. Geben Sie Ihren Muskeln, Sehnen und Gelenken sechs Monate Zeit, sich an die neue Herausforderung zu gewöhnen. Sportler können natürlich joggen, hier hält die Muskulatur die Gelenke schon schön stabil

Was strafft die Formen optimal?

Sowohl Walking als auch Jogging trainieren in erster Linie Beine und Po – aber unterschiedlich stark. Beim Laufen wird die Muskulatur in der Landephase sehr intensiv belastet und damit trainiert. Der Grund: Jeder Laufschritt muss abgebremst werden. Weniger Kraft erfordert das Walking. Der formvollendete Trainingseffekt hängt aber maßgeblich vom individuellen Einsatz, der Technik sowie der Schrittfrequenz ab. Wer während des Walkens konsequent die Beine anspannt und große schnelle Schritte macht, strafft die Muskeln sicherlich mehr, als jemand, der sehr locker in kleinen, flachen Schritten joggt. Was den Oberkörper betrifft, sind beim Laufen die Arme allerdings kaum gefragt, beim Walking müssen wir durch den Armeinsatz schon deutlich mehr Kraft investieren. Aber am intensivsten kräftigt Nordic Walking durch den Stockeinsatz Rücken, Schultern und Arme.

Unterm Strich trainiert also Nordic Walking von allen drei Laufarten die meisten Muskeln, sowohl des Ober- als auch des Unterkörpers. Es strafft damit die gesamte Silhouette – vorausgesetzt, der Läufer trainiert auch mit der richtigen Technik.

Für welche der beiden Optionen auch immer Ihr Herz schlägt – wir wünschen Ihnen auf jeden Fall viel Spaß bei Ihrer nächsten Trainings-Runde.

Bilder: ©  dusanpetkovic – AdobeStock

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